Neue Gründung für EN-Süd

Machen sich für die Startgemeinschaft stark (v. l.): Florian Hanakam, Klaus Rauhaus, Katrin Hedtstück, Hanswalter Dobbelmann, Dirk Baunscheidt, Uli Ebel, Gisa Sieberg, Ramona Baunscheidt und Sabine Sieberg.

Breckerfeld. Die Leichtathleten von TuS Breckerfeld, RE Schwelm und Milsper TV gründen die Start-Gemeinschaft EN-Süd. Bessere Trainingsbedingungen und erfolgreichere Ergebnisse sollen folgen.

Im Grunde ist er Individualist, der Leichtathlet. Wenn er im Startblock steht, wenn er einen Speer in der Hand hält oder vor dem letzten Sprung in die Grube. Er ist im Wettkampf oft auf sich gestellt und trotzdem braucht er eine Gemeinschaft. Im Training und auch bei den Wettbewerben. Die Athleten des TuS Breckerfeld, des Milsper TV und der TG zur Roten Erde Schwelm wollen eine solche Gemeinschaft bieten und sie mit Leben füllen.

Startgemeinschaft Ennepe-Süd nennt sich der Zusammenschluss, der keine Fusion ist und trotzdem neue Perspektiven bietet. „Die Athleten bleiben jeweils Mitglied in Vereinen, können aber bei Wettkämpfen als Mannschaft starten“, beschreibt Hans-Walter Dobbelmann, Vorsitzender des TuS Breckerfeld, was hinter der SG Ennepe-Süd steckt, „durch die Bündelung unserer Infrastruktur und mit der Vielzahl qualifizierter Trainer können wir gemeinsam eine breitere und attraktivere Palette anbieten als jeder alleine für sich.“

Mehr als gemeinsame Staffeln

So planen die drei Leichtathletikabteilungen mehr als nur gemeinsame Staffeln in den Altersklassen U16 bis U20 an den Start zu bringen. „Basis für Wettkämpfe ist das Training“, sagt Klaus Rauhaus, Vorsitzender von RE Schwelm, „wir wollen das in Stützpunkten organisieren. Wenn man weiß, dass die Athleten gut aufgehoben sind, ist es auch kein Problem, mal jemanden abzugeben. So wollen wir zusammenwachsen. Denn neben sportlichen Aspekten spielt auch die soziale Komponente eine Rolle.“

Unterstützung der Eltern nötig

Dabei setzen die Vereine auch auf die Unterstützung der Eltern, für die Wege zur jeweiligen Trainingsstätte der beteiligten Vereine weiter werden. „Ja“, sagt Dirk Baunscheidt, Vorsitzender des Milsper Turnvereins, „das ist zunächst ein Mehraufwand. Das müssen wir organisieren. Aber dafür werden ja auch die Bedingungen attraktiver.“

 

 

Jens Stubbe (WAZ am 15.12.2016