Landesliga ist unberechenbarer geworden

In den letzten Jahren war es relativ einfach, den Saisonverlauf in der Handball-Landesliga zu prognostizieren, für die neue Spielzeit aber fallen die Einschätzungen deutlich schwerer. Das liegt zum einen daran, dass es keinen Absteiger aus der Verbandsliga aufzunehmen gilt. Zum anderen begrüßt die Liga gleich drei Neulinge, von denen zwei, nämlich Bezirksliga-Meister HVE Villigst-Ergste und der TV Olpe, von etlichen Experten sogar als Geheimfavoriten angesehen werden. Der Respekt vor den Schwertern um Trainer Dirk Mimberg resultiert aus dem hohen Potential der überwiegend mit A-Jugend-Bundesliga-Erfahrung bestehenden Mannschaft.

In den letzten Jahren war es relativ einfach, den Saisonverlauf in der Handball-Landesliga zu prognostizieren, für die neue Spielzeit aber fallen die Einschätzungen deutlich schwerer. Das liegt zum einen daran, dass es keinen Absteiger aus der Verbandsliga aufzunehmen gilt. Zum anderen begrüßt die Liga gleich drei Neulinge, von denen zwei, nämlich Bezirksliga-Meister HVE Villigst-Ergste und der TV Olpe, von etlichen Experten sogar als Geheimfavoriten angesehen werden. Der Respekt vor den Schwertern um Trainer Dirk Mimberg resultiert aus dem hohen Potential der überwiegend mit A-Jugend-Bundesliga-Erfahrung bestehenden Mannschaft.

Der Bezirksliga-Dritte aus Olpe, der ja nur über die Relegation den Sprung in die Landesliga geschafft hat, hat die prominentesten Neuzugänge. So kommt in Oussame Lajnes ein Tunesier vom Drittligisten Leichlingen, der Spielertrainer Christian Feldmann ersetzen soll, war Tom Fuhrmann Topschütze beim Bezirksligisten Siegen II.

Der „natürliche“ Titelfavorit ist der zweifache Vizemeister Westfalia Hombruch, auch wenn Trainer Marc Lauritsch von einem Neuaufbau spricht und das Thema Verbandsliga weit von sich weist. Anders die SG DJK Bösperde. Denn Coach Jörg von Estorff verfügt über einen aufeinander abgestimmten und mit drei Riesen bestückten Angriff sowie starke Torhüter.

Einen großen Sprung nach vorne darf man der SG Menden Sauerland II zutrauen. Selbst der neue Coach Arnd Wefing räumt ein, dass er über einen individuell hochwertigen Kader verfügt. Einen Platz in der oberen Tabellenhälfte sollte auch die TG RE Schwelm erreichen können, denn Trainer-Rückkehrer Jörg Rode („Ich freue mich sehr, wieder hier aktiv sein zu dürfen“) verfügt über ein ebenso eingespieltes wie routiniertes Team, das auch mit reduziertem Trainingsaufwand jedem Gegner gefährlich werden kann. Der aus der Landesliga 3 her­übergewechselte HSV Herbede ist eine große Unbekannte. Ihr Trainer Ulrich Schwartz peilt einen Platz im gesicherten Mittelfeld an.

Alle anderen Mannschaften eint die Einschätzung, dass sie sowohl souverän den Klassenerhalt schaffen als auch in Schwierigkeiten kommen können. So ist die HSG Hohenlimburg mit ihrem ausgedünnten Kader mehr denn je auf ihren Kampfgeist sowie auf ihren Regisseur Felix Bauer angewiesen.

Die HSG Lüdenscheid muss ganz auf externe Neuzugänge verzichten. Coach Volker Schnippering kann da nur hoffen, dass sein Goalgetter Phil Lausen ständig zur Verfügung steht. Die HSG Schwerte-Westhofen möchte keineswegs im Schatten des Lokalrivalen Villigst-Ergste stehen, aber Trainer Kai Henning weiß, dass bei verletzungsbedingten Ausfällen von Stammspielern Ungemach droht, zumal drei Mannschaften in die Bezirksliga rutschen. Als „unabsteigbar“ gilt Eintracht Hagen III um Spielertrainer Levent Cengiz, weil in schöner Regelmäßigkeit im letzten Saisondrittel mit Hilfe von oben eifrig gepunktet wird.

Landesliga-Dinos in Gefahr

Beim VfS Warstein richtet man sich auf eine harte Spielzeit ein, denn Goalgetter Lars Schorlemer steht erst im neuen Jahr wieder zur Verfügung. Für den Landesliga-Dino wäre es wichtig, wenn bis zur Winterpause der Anschluss gehalten wird.

Auch der TV Arnsberg muss sich unter dem neuen Coach Ragulan Srijeevaghan auf den Abstiegskampf einstellen, denn er verlor zwei Rückraum-Stammkräfte und wird zudem länger auf Goalgetter Dame verzichten müssen. Bleibt noch der dritte Aufsteiger, der TuS Volmetal II, der nach einjähriger Abstinenz zurückgekehrt ist und allzu gerne dem Ruf einer Fahrstuhlmannschaft begegnen möchte. Dank hoher Qualität der Neuzugänge ist dem Team von Tim Schneider ein längerer Landesliga-Aufenthalt zuzutrauen.

RE Schwelm

Abgänge: Marco Fritzsche (Hohenlimburg), Nils Käsebier (2. Mannschaft), Florian Ring (pausiert).
Kader: Jan-Lukas Pape, Philipp Litzki, Kevin Hasenclever; Bastian Möller, Jan Maurice Monsees, Moritz Meuren, Theo Mperzigiannis, Nils Pape, Felix Göbel, Dominik Thäsler, Marc Kleinschmidt, Nazif Dadayli, Michael Ohrmann, Ruben Köhrer (RE Schwelm), Jonas Fähmel (Eintracht Hagen).
Trainer: Jörg Rode (für Jörg Wiese).
Vorjahr: Platz drei.
Saisonziel: Vorjahresleistung bestätigen.

 

Quelle: wp.de