Pressebericht WP/WR: Sport für jeden rund ums Haus Martfeld - Roundnet

Unter dem Motto „Sport im Park“ halten sich die Schwelmer im Schatten ihres Schlosses fit

 

Erwachsene mit viel Spaß...

Kids ebenso!

21.07.2020. Schwelm. Rund um das Haus Martfeld in Schwelm ist seit einiger Zeit mächtig was los. Das vom Stadtsportverband initiierte Projekt „Sport im Park“ bietet in den Ferien ein vielfältiges Programm für Jung und Alt. Angefangen bei Yoga, über Reiten bis hin zu Roundnet. Bis zu bitte was?

Wer sich nun fragt, was sich hinter dieser Sportart verbirgt, ist vermutlich nicht allein. Die volleyballähnliche Trendsportart aus Amerika, die auch unter dem Namen Spikeball bekannt ist, hat sich im europäischen Raum nämlich noch nicht etabliert. Diesen Umstand haben sich die Organisatoren von „Sport im Park“ in Kooperation mit Geri Duwe, Coach der Volleyballdamen der RE Schwelm, zum Anlass genommen, es im Rahmen ihres Programms vorzustellen.

Und so funktioniert‘s: Roundnet wird rund um ein auf dem Boden stehendes, trampolinartiges Netz gespielt, das einen Durchmesser von 90 Zentimetern hat. Wie beim Volleyball darf der etwa faustgroße Ball maximal drei Kontakte innerhalb eines Teams haben, bis er wieder aufs Netz und damit zum gegnerischen Team gespielt wird. Ein Team besteht dabei aus zwei Personen, die mit ihren Gegnern im Viereck angeordnet sind, während der Aufschlag ausgeführt wird. Beim Programm am Martfeld kann man sich nach Belieben auch nur zu zweit oder mit einer größeren Gruppe beim Roundnet ausprobieren. Nach dem Aufschlag aus einer Entfernung von 1,80 Meter zum Netz, löst sich die Anordnung der Spieler auf und man kann sich zur Annahme des Balls 360 Grad frei um das Netz bewegen, was eine Menge Action mit sich bringt. Der Ball darf dabei mit jedem Körperteil angenommen werden, wobei das Netz nicht berührt werden darf. Sonst wandert der Punkt ans gegnerische Team.

Nicht an einen Verein gebunden

Ziel ist es, den Ball so aufs Netz zu spielen, dass der Ball wieder herausspringt und von den Gegnern nicht mehr zu erreichen ist. Gewonnen hat das Team, dass je nach vorheriger Absprache entweder 15 oder 21 Punkte erzielt hat.

Zu beachten: Der Ball darf nicht mehrmals auf dem Netz tippen oder darauf rollen und auch nicht auf der Außenkante des Netzgestells aufkommen. Demzufolge würde der Schlag nämlich als Fehler („foul“) gewertet. Bei einem fehlerhaften Aufschlag bedarf dieser einer Wiederholung („second service“).

Volleyballtrainer und Roundnet-Fan Gereon Duwe, der sonst die Volleyball-Mädels der RE Schwelm betreut, hat sich als Leiter des Roundnet-Programms zur Verfügung gestellt und das Angebot unter die Leute gebracht. Bei der Konzeption stand zunächst Beachvolleyball im Raum, doch mangels einer passenden Anlage wurde dieser Gedanke schnell verworfen und stattdessen eine nahe liegende Alternative gefunden.

Weil Coach Duwe sich das Roundnet-Equipment, also die Gestelle mit den Netzen und die Bälle, bereits zugelegt hatte und der Sport bei seinen Volleyballmädels und auch bei seinen Kindern auf großen Anklang stieß, bot er es gern im Rahmen des „Sport im Park“-Projekts an. „Meinen Volleyballdamen hat das im Training sehr viel Spaß gemacht und ich dachte dann, ich schaue einfach mal, ob das ankommen wird“, schildert der Roundnet-Fan seine Überlegungen. „Das Schöne ist, man kauft sich so ein Spiel und ist nicht an einen Verein gebunden. Man kann es auch einfach im Park spielen. Für uns ist es schön, dass es dem Volleyballspiel sehr nahe ist und der Bewegungsradius und die Action so interessant sind.“ Am Dienstagabend kamen neben Organisatorin Nadine Gemballa und Gerion Duwe schließlich auch alte Bekannte an der frischen Luft zusammen. Der ehemalige Volleyball-Jugendnationalspieler und heute Familienvater Hans Hohagen brachte seine Kinder und Frau Birte mit zum Kennenlernen der unbekannten Sportart. So wurde das Angebot gleich zum Event für die ganze Familie. „Ich finde es echt spannend. Wir hatten ja eigentlich geplant, dass die erste Stunde für Kids und die zweite dann für Erwachsene ist. Aber man sieht, dass sich das auch wunderbar als Familie spielen lässt“, sagt Nadine Gemballa, die das Geschehen zufrieden beobachtet und sich auch selbst im Spiel um das kleine Netz herangetastet hat.

Daheimgebliebene freuen sich

Nach den ersten Tagen ziehen sie und die Organisatoren eine positive Bilanz. Gemballa spricht der Stadt ihren Dank aus, dass sie den Raum mit der Wiese um das Haus Martfeld zur Verfügung gestellt hat. „Wir sind echt angetan. Auch die Rückmeldungen, die wir bekommen, sind sehr positiv. Vor allem die Leute, die keinen langen Urlaub machen können, freuen sich, dass hier etwas angeboten wird“, sagt die Organisatorin. Am Dienstag steht Gereon Duwe wieder mit Netzen und Bällen bereit. Interessierte sind herzlich willkommen, sich an der actiongeladenen Sportart auszuprobieren.


Pressebericht WP/WR vom 21.07.2020 Printausgabe

Bericht von: Isabelle Rust