Ein Sieg fehlt RE Schwelm zum Titel

Spitzenreiter mühelos zum 33:19 (18:10) gegen Schlusslicht Wellinghofen. Keeper Jan-Lukas Pape trifft fünfmal ins Tore der Gäste

Gegen den Tabellenletzten der Handball-Landesliga, TuS Wellinghofen, hielt sich der unbesiegte Spitzenreiter RE Schwelm. Dank des Erfolgs sind die Schwelmer vor der Osterpause nur noch einen Sieg vom Aufstieg in die Verbandsliga entfernt, der bei vier ausstehenden Spielen Formsache sein sollte. Regulär wäre dies der Auswärtsauftritt beim VfL Eintracht Hagen III am 27. April. Zuvor könnte noch das Nachholspiel bei der SG Menden Sauerland Wölfe II stattfinden, welches noch nicht terminiert ist.

Emotionaler Abschied von Ohrmann

Das erste Highlight im Spiel gab es bereits vor dem Anpfiff. Michael Ohrmann, seit drei Jahren Abwehrchef der Kreisstädter, bestritt sein letztes Heimspiel und wurde unter großem Applaus mit emotionalen Worten von den Verantwortlichen Frank Schemmer und Stephan Maubach verabschiedet.

Das Spiel selbst begann hektisch. Die Gäste setzten von Beginn an auf den siebten Feldspieler. In der Anfangsphase erzielten beide Teams schnelle Tore und profitierten von Lücken in der gegnerischen Abwehr. Nach nur neun Minuten stand es bereits 7:7. Die Schwelmer reagierten in der Deckung, der TuS kam im Anschluss kaum noch zu guten Wurfmöglichkeiten. Auch die Wirkung des siebten Feldspielers verpuffte. Vielmehr nutzten die Hausherren das verwaiste Tor ein ums andere Mal aus. Alleine Keeper Jan-Lukas Pape kam in den ersten 24 Minuten auf fünf Treffer; insgesamt sieben Mal fand der Ball den Weg ins leere Gehäuse der Gäste. Kurz vor der Pause reagierten die Gäste und spielten fortan im Sechs gegen Sechs.
Im zweiten Spielabschnitt versuchte Wellinghofen, den Rückstand nicht zu groß werden zu lassen. Auf der anderen Seite wechselte RE-Trainer Jörg Rode fleißig durch.

Ein weiterer Höhepunkt war das Comeback von Jonas Fähmel, der nach einer schweren Verletzung in der Vorbereitung erstmals in dieser Spielzeit auf dem Parkett stand und sich per Siebenmeter in die Torschützenliste eintrug. „Die Mannschaft hat das heute gut gemacht. Überdies hatte das Spiel mit dem Abschied und dem Comeback besondere Momente“, blickte Jörg Rode auf das Spiel.

Quelle: FUNKE MEDIEN