Rote Erde stellt sich großen Herausforderungen

Jahreshauptversammlung 2018

Ehrenamtliche werden immer weniger. E-Sports sollen ins Programm kommen. Fechtgruppe schließt.

Schwelm. „Es ist Zeit für Veränderungen!“ Mit diesen Worten begann Klaus Rauhaus, erster Vorsitzender der Turngemeinde „Zur roten Erde“, die Jahreshauptversammlung in den Räumen der Stadtsparkasse Schwelm. Dass er diese gewaltige
Ankündigung nicht einfach aus der Luft gegriffen hatte, wurde den zahlreich erschienenen Mitgliedern im Verlauf des Gesamtberichts deutlich gemacht. Es muss sich etwas tun bei der Roten Erde.
Die Begriffe Optimierung, Professionalisierung und Aktion spielten dabei ganz entscheidende Rollen, denn „je mehr Aktive wir sind, desto höher ist unser Stellenwert in Schwelm“. Klaus Rauhaus begann mit einem Blick auf die ehrenamtliche Arbeit, die zwar mehr als geschätzt wird und an Aufgabenfeldern gewinnt, aber wegen immer weniger Beteiligung immer schlechter ausgeführt werden kann.

„Unser Gesellschafts- und damit
auch Mitgliedsbild
verändert sich.“
Klaus Rauhaus, 1. Vorsitzender der TG Zur roten Erde von 1848 Schwelm e.V


Die Mobilisierung für das Ehrenamt, das das Stadtleben voran bringt, verknüpfte der Chef der Roten Erde mit einem weiteren Punkt: Die Mobilisierung für neue Mitglieder, die für den Vereinserhalt essenziell ist. Auch wenn die Mitgliedsanzahl mit 1862 Leuten in einem konstanten Bereich liegt, wird der Verein unter anderem wegen fehlender Betreuer die Fecht-Gruppe einstellen müssen. Damit das sportliche Angebot dennoch vielfältig bleibt und sportbegeisterte Menschen anspricht, ging Klaus Rauhaus an dieser Stelle auf den Aspekt des zukunftsorientierten Sports ein: ESports werden immer häufiger angefragt und machen somit voraussichtlich in den kommenden Jahren eine neue Sparte des Vereins auf.
Migration und Integration
Durch die wachsenden Fitnesszentren und der damit immer stärker werdenden Konkurrenz ist dem Verein bewusst, dass  uch er mit der Zeit gehen muss und sich den Nachfragen von Interessierten anpassen sollte. „Unser Gesellschafts- und damit auch Mitgliedsbild verändert sich“, erwähnte Klaus Rauhaus und sprach damit den sozialen Bereich an, der durch das Wirken eines Vereins aufbblühe.
Die Themenpunkte Migration und Integration sollen im laufenden Jahr auch im Vereinsleben untergebracht und umgesetzt werden. Damit dies gelingen kann, ist dem Vorstand vor allem eines wichtig: eine professionelle und organisierte  Herangehensweise der einzelnen Abteilungen, aber auch vermehrte Unterstützung für den Vorstand selbst, zum Beispiel durch den zweiten Vorsitzenden Thomas Kaschny, damit dieser „nicht nur reagieren, sondern optimieren kann“.
Ausgeglichenes Jahresergebnis
Ein Blick auf die Jahresplanung für 2018 zeigte: Auch hier stehen Veränderungen an. Der Schwelmer Citylauf wird in diesem Jahr neben der sportlichen Aktivität auch noch ein wenig kulturellen Auftrieb erfahren:
Mit der Band „Smithy“ soll den Läufern, aber auch Zuschauern ein zweistündiges Konzert geboten werden. Des Weiteren aben die zwei Vorsitzenden des Jugendvorstands, Jan Philipp Heinrichs und Lisa Sieberg, für den Sommer eine Jugendfahrt organisiert, die bereits jetzt schon ausgebucht ist.
Die Gewinnermittlung für das Jahr 2017, vorgetragen von Diedrich Franke, machte deutlich: Es geht finanziell wieder ein bisschen bergauf. Nachdem für das Jahr 2016 unter anderem durch einmalige hohe Summen für die Dreifeldhalle ein
Minus am Ende des Jahres verzeichnet werden musste, konnte durch Überarbeitungen, weitere Zuschüsse und ein Wegbleiben der Sportlerparty ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt werden.
Der Höhepunkt der Jahreshauptversammlung folgte zum Schluss. Zahlreiche Ehrungen zu treuen Mitgliedschaften wurden gebührend mit Blumenstrauß, Urkunde und Anstecknadel ausgesprochen.
Im Vorfeld wurde Ralf Krieger zum Ehrenamtlichen des Jahres 2017 ausgezeichnet und der Kooperationspartner EN Baskets Schwelm bekam den Titel „Mannschaft des Jahres 2017“ zugesprochen.
 

Zahlreiche Ehrungen
Über ihr Mitgliedsjubiläum konnten sich folgende Mitglieder freuen:
25 Jahre: Alexander Barth, Tobias Oliver Ehlich, Dennis Flehinghaus, Christa Goßrau, Margit Hein, Horst Schönfelder, Henning Schulte, Christel Schwammborn, Manuela Stark, Waltraud Stiehl.
40 Jahre: Elisabeth Bergmann, Axxel Brocke, Monika Frohn, Gabriele Gutmann, Andreas Happe, Anja Kuhlemann,
Helga Maikranz, Anja Maubauch-Schirmer.
45 Jahre: Annegret Hammerschmidt, Stephan Maubach, Regine Schmidt, Renate Zachow.
50 Jahre: Susanne Adam, Achim Lange, Sigrid Mersch, Guido Wiesner.
55 Jahre: Horst Winkelmann.
60 Jahre: Annemarie Möller, ErnstRudolph Nicolay, Herbert Scheuermann, Brigitte Völker, Gudrun Wiesner.
Und mit bewundernswerten 70 Jahren Mitgliedschaft und einem großen Applaus
wurden Brigitte Brieger und Annegret Roth

von Thomas Kaschny ausgezeichnet

WR vom 24.04.2018