Schwelm bis Samstag auf Platz zwei

Mehr als ein Ersatz: RE-Keeper Philipp Litzki

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In der Handball-Landesliga hat RE Schwelm den zweiten Tabellenplatz erobert – am Donnerstagabend in einer spannenden, aber wenig hochklassigen Partie mit dem 25:23 (15:12)-Sieg gegen die HSG Lüdenscheid.

Ob die Kreisstädter auch nach den weiteren Spielen am anstehenden Wochenende dieses elften Spieltages ärgster Verfolger von Spitzenreiter Westfalia Hombruch bleiben, dürfte fraglich sein, da Volmetal II gegen Schlusslicht Arnsberg antritt und so Schwelm am Samstag wieder überholen dürfte. Das direkte Duell ging an Volmetal. Auf jeden Fall überwintert RE in der Spitzengruppe der Liga.

Zur ungewohnten Zeit am Donnerstagabend – am kommenden Wochenende ist die Dreifeldhalle aufgrund eines Nachwuchsfußball-Turniers der SpVg Linderhausen belegt – feierten die Schwelmer trotz mäßiger Leistung den sechsten Sieg in Serie. Gegen die zuvor viertplatzierte HSG erwischten der Tabellendritte den schlechteren Start und ließ in Sachen Deckungsverhalten und Körpersprache einiges vermissen. Erst nach einigen Minuten fanden sie besser in die Partie und machten aus einem 1:3 (7.) ein 13:7 nach (25.). Ausreichend Sicherheit gab die Führung der RE jedoch nicht, obwohl sich auch die Gäste nicht in Topform präsentierten.

In Durchgang zwei taten sich die Hausherren weiterhin schwer. Im Angriff verloren sie ihre Linie, warteten nicht auf klare Gelegenheiten und verstrickten sich zunehmend in Einzelaktionen. In der Deckung traten sie zu passiv auf, insbesondere Phil Lausen durfte häufig zu unbedrängt abschließen und kam am Ende auf elf Treffer. Nach drei Lausen-Toren zum 19:19 (44.) erwischten die Kreisstädter eine starke Phase und waren beim 23:19 (52.) klar auf der Siegerstraße, holten den Gegner aber durch eigene Fehler leichtfertig wieder ins Spiel. Da auch die Lüdenscheider einige Möglichkeiten ausließen und sich Ballverluste erlaubten, rettete die RE den knappen Vorsprung mühsam über die Zeit.

RE-Coach Jörg Rode war mit dem Ergebnis, nicht aber mit der Leistung seines Teams zufrieden. „Das war kein gutes Handballspiel. Die Einstellung hat nicht zu hundert Prozent gepasst und wir haben an beiden Enden deutlich zu viele Fehler gemacht“, lautete sein Fazit. „Aber am Ende haben wir es über die Zeit gebracht und freuen uns, mit den zwei Punkten in die Weihnachtspause zu gehen. Für das neue Jahr müssen wir uns aber deutlich steigern.“

Quelle: WP.de